Konfliktlösung mit Wirtschaftsmediation

Konflikte sind Problem und Chance zugleich – es kommt ganz darauf an, wie man mit ihnen umgeht!

Konflikte entstehen überall dort, wo Menschen zusammen arbeiten.

Im Wirtschaftsleben sind Konflikte ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Gesellschaftern, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Kunden oder Behörden verbessert werden muss – bevor ein Rechtsstreit entsteht.

Konflikte treten sowohl im innerbetrieblichen Bereich als auch zwischen Unternehmen und mit Dritten auf:

  • Konflikte am Arbeitsplatz, Teamkonflikte, Mobbing
  • Umstrukturierungskonflikte
  • Mitbestimmungskonflikte
  • Tarifkonflikte
  • Konflikte auf Managementebene
  • Gesellschafterkonflikte
  • Konflikte in Familienunternehmen, Unternehmensnachfolge
  • Konflikte zwischen Geschäftspartnern und Konkurrenzfirmen
  • Fusionen und Firmenübergänge
  • Störungen in Kunden/Lieferantenbeziehungen
  • Wettbewerbsstreitigkeiten

Diese Konflikte sind notwendig, weil sie dafür sorgen, dass sich ein Betrieb verändert und entwickelt.

Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren zur gemeinsamen Beilegung von Konflikten, bei der alle Seiten gewinnen (Win-Win-Lösung). Dabei sollen die streitenden Parteien durch die Vermittlung eines neutralen Dritten – des Mediators – darin unterstützt werden, selbst Problemlösungen zu entwickeln, die von allen Beteiligten akzeptiert werden.
Die Aufgabe des Mediators besteht darin, mit geeigneten Kommunikations- und Verhandlungstechniken den Verständigungsprozess der Beteiligten zu fördern, zu führen und eine Klärung der Streitpunkte durch die Konfliktpartner herbeizuführen.

Mit der Wirtschaftsmediation verfolgen Sie folgende Ziele:

  • Erarbeitung einer von allen Parteien akzeptierten Lösung, die der Mediator als allparteilicher Vermittler gemeinsam mit den Beteiligten unter Würdigung aller involvierten Interessen ermöglicht
  • konfliktlösende und langfristige Vereinbarung mit Bestand für die Zukunft

Folgende Vorteile sind mit der Wirtschaftsmediation verbunden:

  • Kostengünstiges und effizientes Verfahren zur Konfliktlösung
  • Positive Effekte auf das Arbeitsklima, auf die betrieblichen Abläufe und auf Geschäftsbeziehungen
  • Keine zeitraubenden Rechtsstreitigkeiten mit hohen Kosten
  • Vermeidung von geringerer Leistungsfähigkeit, von Fehlzeiten und hohem Krankenstand, von verlorener Arbeitszeit, von schlechteren Arbeitsergebnissen, vom Verlust von Mitarbeitern durch ungelöste Konflikte
  • Großer betriebswirtschaftlicher Nutzen durch hohe Erfolgsquote

Unser Angebot umfasst die folgenden Leistungen:

Das Mediationsverfahren unterliegt keinen gesetzlichen Regeln oder Formzwängen.

 

Das Mediationsverfahren verläuft grundsätzlich in fünf Phasen:

1. Phase:

Vorbereitung und Mediationsvereinbarung

In dieser Phase erläutert der Mediator den Konfliktpartnern im Einzelnen die Grundlagen der Mediation. Er informiert sie über den Ablauf des Mediationsverfahrens und vereinbart mit ihnen, welche Verfahrensregeln im Einzelnen gelten sollen. Der Mediator prüft außerdem, ob sich das Verfahren für die Beteiligten überhaupt eignet. Im Erstgespräch wird auch die Frage der Honorierung des Mediators besprochen.

2. Phase:

Klärung der Konfliktfelder und der Themensammlung

In dieser Phase wird geklärt, worüber zwischen der Parteien Uneinigkeit und worüber Einigkeit besteht. In einer Bestandsaufnahme werden dabei die klärungsbedürftigen Themen beider Seiten gesammelt. Mit Unterstützung des Mediators wird festgelegt, welche Tatsachen offen zu legen und welche Informationen beizubringen sind.

3. Phase:

Bearbeitung der Konfliktfelder (Interessenklärung)

In dieser Phase spielt das Unterscheiden von Positionen und Interessen eine große Rolle. Der Mediation liegt der Gedanke zugrunde, dass es keine objektive Wahrheit gibt, sondern dass jeder Mensch seine eigene (subjektive) interessenbestimmte Wirklichkeit hat, die es zu erkennen und zu verstehen gilt. Das Aufdecken dieser Interessen mit Hilfe der Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaft und bestimmter Fragetechniken fördert das wechselseitige Verständnis und die Akzeptanz der unterschiedlichen Sichtweisen. Das versetzt die Konfliktpartner in die Lage, zukunftsorientierte, wertschöpfende Optionen zu entwickeln.

4. Phase:

Einigung

Sind die Interessen genau herausgearbeitet, ist die Kreativität der Konfliktpartner gefordert. Mittels der Technik des Brainstormings und anderer Kreativitätstechniken werden Lösungsoptionen entwickelt. Anschließend werden die Optionen auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft und die Vor- und Nachteile abgewogen. Hier zeigt sich der entscheidende Vorteil der Mediation: Die Abkehr vom Positionendenken hin zu zukunftsorientierten Interessen eröffnet Einigungsalternativen, die vorher gar nicht denkbar waren. Der zu verteilende Kuchen wird vergrößert. Die Parteien können das antagonistische Prinzip des Rechts, in der ein Anspruch entweder besteht oder nicht besteht, überwinden und zu sog. Win-Win-Lösungen gelangen. Das Einigungsergebnis wird am Ende dieser Phase mit Hilfe des Mediators zusammengefasst.

5. Phase:

Gestaltung und Abschlussvereinbarung

Die Konfliktpartner beraten, soweit noch nicht geschehen, mit ihren Anwälten das erzielte Ergebnis und überprüfen, ob es gegenüber der Alternative einer Nichteinigung mit der Konsequenz einer gerichtlichen Auseinandersetzung Bestand hat. Die Vereinbarung wird abschließend entweder vom Mediator, wenn dieser Anwalt ist, sonst durch den von den Medianten zu Rate gezogenen Anwalt in die Form eines schriftlichen Vertrages gegossen und gegebenenfalls notariell beurkundet. Sofern es die Konfliktpartner wünschen, kann die Vollstreckbarkeit des Vertrages durch die notarielle Beurkundung, die Gestaltung als Anwaltsvergleich (§ 796 a ZPO) sichergestellt werden. Die Abschlussvereinbarung bietet damit hinsichtlich ihrer Durchsetzbarkeit die gleiche Sicherheit wie ein gerichtliches Urteil. Damit ist die Mediation abgeschlossen.